Ratgeber · Ablauf
Der Zeitplan für euren Hochzeitstag
Ein guter Plan ist nicht der, an den ihr euch haltet. Es ist der, dank dem ihr am Tag selbst nicht rechnen müsst.
Hier steht, wie lange jeder Teil des Tages dauert — nicht geschätzt, sondern aus unseren Reportagen. Dazu ein Beispieltag zum Abgleichen und die vier Dinge, an denen Zeitpläne regelmässig zerbrechen.

Kurz gefasst
Vier Sätze, und der Rest ergibt sich
- Die eine Zahl
- Der Sonnenuntergang. Er steht Monate im Voraus fest und lässt nicht mit sich reden. Alles andere im Tag lässt sich verschieben, das Licht nicht.
- Der häufigste Fehler
- Kein Puffer. Ein Block ohne Reserve schiebt jeden folgenden, und am Abend fehlt die Zeit genau dort, wo sie am meisten wert wäre.
- Der grösste Hebel
- Eine Liste für die Gruppenfotos und eine Person, die ruft. Drei bis fünf Minuten je Gruppe sind realistisch — aber nur, wenn niemand gesucht werden muss.
- Was uns egal ist
- Ob ihr euch an den Plan haltet. Er ist dafür da, dass ihr nicht rechnen müsst — nicht dafür, dass ihr auf die Uhr schaut.
Wie lange was dauert
Jeder Punkt einzeln gerechnet
Die meisten Zeitpläne scheitern nicht am Ablauf, sondern an der Vorstellung, wie lange etwas dauert. Deshalb steht das hier zuerst — und einzeln, damit ihr euren Tag selbst zusammenzählen könnt.
| Programmpunkt | Dauer | Hinweis |
|---|---|---|
| Getting Ready Braut Die letzten 30 Minuten beim Finishing des Stylings sind wir dabei | 60–90 Min. | Die letzten 30 Minuten beim Finishing des Stylings sind wir dabei |
| Getting Ready Bräutigam Inklusive der Detailaufnahmen | 45–60 Min. | Inklusive der Detailaufnahmen |
| First Look Auf Wunsch mit Eheversprechen, dann 5 Minuten mehr | 5–10 Min. | Auf Wunsch mit Eheversprechen, dann 5 Minuten mehr |
| Minishooting direkt danach | 15–20 Min. | — |
| Vor der Trauung, Ankunft der Gäste | 20–30 Min. | — |
| Trauung Standesamt | 20–30 Min. | — |
| Trauung Kirche oder freie Zeremonie Je nach Gestaltung und Ritualen | 45–60 Min. | Je nach Gestaltung und Ritualen |
| Gratulationen Je nach Zahl der Gäste | 15–60 Min. | Je nach Zahl der Gäste |
| Apéro mit Überraschungen Für Überraschungen pauschal 30 Minuten dazu | 60–90 Min. | Für Überraschungen pauschal 30 Minuten dazu |
| Gruppenfotos 3 bis 5 Minuten je Gruppe | 30–60 Min. | 3 bis 5 Minuten je Gruppe |
| Gruppenfotos als Speedvariante Braucht Liste, Moderator und Musik — siehe unten | 10–15 Min. | Braucht Liste, Moderator und Musik — siehe unten |
| Paarshooting am Abend | 20 Min. | — |
| Drohnenaufnahmen | 15 Min. | — |
| Paarbilder im Sonnenuntergang | 15 Min. | — |
| Ausgefallene Ringbilder Braucht einen eigenen Hintergrund | 15 Min. | Braucht einen eigenen Hintergrund |
Diese Zeiten sind keine Erhebung, sondern unsere Erfahrungswerte aus unseren Reportagen. Sie sind zum Rechnen gedacht: Nehmt die Punkte, die bei euch vorkommen, addiert die längere Zahl und legt je fünfzehn Minuten Puffer dazwischen. Was dann herauskommt, ist ehrlicher als jeder Plan, der auf die Minute aufgeht.
Warum die Paarbilder viermal in der Liste stehen
Fällt euch auf, dass die Paarbilder viermal in der Liste stehen? Das ist Absicht. Wir nehmen sie nicht am Stück, sondern in kurzen Blöcken über den Tag verteilt: das Minishooting nach dem First Look, zwanzig Minuten am Abend, eine Viertelstunde für die Drohne und eine für das letzte Licht. Zusammen ist das gut eine Stunde — aber ihr seid nie länger als zwanzig Minuten am Stück von euren Gästen weg.

Das Licht
Die einzige Zahl, die nicht mit sich reden lässt
Jeder Block im Tagesplan lässt sich verschieben. Der Sonnenuntergang nicht. Er steht Monate vorher fest, und er entscheidet, wann die Paarbilder entstehen.
Die weiche Stunde davor und die blaue danach sind die Zeit, in der wir am liebsten arbeiten. Der Unterschied über die Saison ist grösser, als die meisten erwarten: Zwischen einer Hochzeit Ende Juni und einer Ende September liegen mehr als zwei Stunden. Wer im September denselben Nachmittag plant wie im Juni, steht beim Shooting im Dunkeln.
| Datum | Sonnenuntergang |
|---|---|
| 1. Mai | 20.37 Uhr |
| 1. Juni | 21.14 Uhr |
| 30. Juni | 21.26 Uhr |
| 31. Juli | 21.01 Uhr |
| 31. August | 20.08 Uhr |
| 30. September | 19.07 Uhr |
Zeiten für Zürich 2026. Ein paar Minuten Abweichung je nach Ort, an der Rechnung ändert das nichts.



Der Beispieltag
Von elf Uhr bis zum ersten Tanz
Kein Plan, den ihr übernehmen sollt. Ein Beispiel zum Danebenlegen — damit ihr seht, wo eure Zeiten anders liegen und warum.
- 11.00 Uhr Getting Ready beginnt
Getrennt oder zusammen, das entscheidet ihr. Für die Braut rechnen wir eineinhalb Stunden, für den Bräutigam eine. Bei der Braut sind wir für die letzte halbe Stunde dabei, wenn das Styling fertig wird.
- 13.00 Uhr First Look
Freiwillig, und kurz: fünf bis zehn Minuten. Mit Eheversprechen fünf Minuten mehr.
- 13.15 Uhr Minishooting
Direkt im Anschluss, 15 bis 20 Minuten. Damit ist ein Teil der Paarbilder erledigt, bevor der Tag richtig losgeht.
- 13.45 Uhr Abfahrt zur Trauung
Hier gehen die meisten Zeitpläne kaputt. Rechnet mit dem langsamsten Fahrzeug in der Kolonne.
- 14.00 Uhr Die Trauung
Standesamt 20 bis 30 Minuten, Kirche oder freie Zeremonie 45 bis 60, je nach Gestaltung und Ritualen.
- 15.00 Uhr Auszug und Gratulationen
Zwischen einer Viertelstunde und einer vollen Stunde, je nachdem, wie viele Gäste da sind.
- 15.45 Uhr Apéro und Torte
Höchstens anderthalb Stunden, sonst wird aus dem Vorfeiern ein Warten. Für Überraschungen dreissig Minuten dazu.
- 16.30 Uhr Gruppenfotos
Gegen Ende des Apéros sind alle beisammen. Drei bis fünf Minuten je Gruppe — oder als Speedvariante, wenn es eng wird.
- 19.00 Uhr Abendessen
Üblich ist zwischen 18.30 und 19.30 Uhr.
- 20.15 Uhr Paarbilder im letzten Licht
Zwanzig Minuten, dazu je eine Viertelstunde für Drohne und Sonnenuntergang. Wann genau, sagt der Sonnenuntergang — im Juni später, im September deutlich früher. Zwischen zwei Gängen merkt das niemand.
- 21.00 Uhr Eröffnungstanz und Fest
Ab hier gibt der Abend den Takt vor.

Und wenn ihr morgens heiratet?
Dieser Tag ist für eine Trauung am frühen Nachmittag gerechnet. Bei einer Ziviltrauung um zehn Uhr morgens verschiebt sich alles nach vorn, und zwischen Trauung und Abendessen entsteht ein langes Loch — das ist die Stelle, an der sich ein Zeitplan am meisten lohnt.
Die Blöcke
Wofür die Zeit draufgeht
Getting Ready
Braut 60 bis 90 Minuten, Bräutigam 45 bis 60
Der Tag beginnt entweder ruhig oder hektisch, und das entscheidet sich hier. Bei der Braut rechnen wir eineinhalb Stunden und sind für die letzten dreissig Minuten dabei, wenn das Styling fertig wird — das ist der Teil, in dem die Bilder entstehen. Beim Bräutigam ist es eine Stunde, inklusive der Detailaufnahmen. Rechnet die halbe Stunde dazu, die die Visagistin nicht nennt: Nichts kostet später so viel Zeit wie ein Anfang unter Druck. Und die Details gehören hierher — Ringe, Schuhe, das Kleid am Fenster, die Karte von jemandem, der nicht kommen konnte.




First Look und Minishooting
5 bis 10 Minuten, danach 15 bis 20
Ihr seht euch vor der Trauung, allein, ohne Gäste. Der Moment selbst ist kurz. Wer möchte, spricht dabei das Eheversprechen — dann rechnet fünf Minuten mehr. Direkt im Anschluss machen wir ein kurzes Shooting von fünfzehn bis zwanzig Minuten, solange ihr beide frisch seid und niemand etwas von euch will. Damit ist ein guter Teil der Paarbilder erledigt, bevor der Tag richtig losgeht. Manche wollen den First Look nicht, weil sie sich zuerst am Altar oder vor dem Amt sehen möchten. Auch das funktioniert — dann verschiebt sich dieser Block nach hinten.




Trauung und Gratulationen
20 bis 60 Minuten, danach 15 bis 60
Wie lange die Trauung dauert, gibt das Amt oder die Kirche vor: im Standesamt 20 bis 30 Minuten, in der Kirche oder bei einer freien Zeremonie 45 bis 60, je nach Gestaltung und Ritualen. Was ihr bestimmen könnt, ist das danach. Die Gratulationen dauern zwischen einer Viertelstunde und einer vollen Stunde — das hängt allein an der Zahl der Gäste, und es dauert immer länger, als alle denken. Rechnet die Anfahrt mit dem langsamsten Fahrzeug: Eine Kutsche oder ein Oldtimer braucht länger, als das Navi sagt.



Apéro und Gruppenfotos
60 bis 90 Minuten, Gruppen 3 bis 5 Minuten je Bild
Höchstens anderthalb Stunden Apéro, sonst wird aus dem Vorfeiern ein Warten. Kommen Überraschungen von Gästen dazu — und die kommen —, rechnet pauschal dreissig Minuten drauf. Die Torte ist an keine Uhrzeit gebunden: Sie passt zum Apéro genauso wie an den Abend, und wo sie besser liegt, entscheidet der Rest eures Plans. Gegen Ende des Apéros ist der beste Moment für die Gruppenfotos, weil dann alle beisammen sind. Je Gruppe drei bis fünf Minuten, bis alle stehen. Das gilt aber nur, wenn eine Liste existiert und jemand die Namen ruft. Der Brautstrauss wird übrigens meistens hier geworfen und nicht am Abend — er braucht keine eigene Zeile im Plan. Wenn es schneller gehen soll oder der Nachmittag eng ist, gibt es die Speedvariante — alle Gruppen in zehn bis fünfzehn Minuten, gleich hier unten beschrieben.




Die Paarbilder am Abend
20 Minuten, dazu je 15 für Drohne und Sonnenuntergang
Viele haben Angst, die Gäste zu lange allein zu lassen. Deshalb nehmen wir die Paarbilder nicht am Stück: zwanzig Minuten am Abend, dazu eine Viertelstunde für die Drohne und eine für das letzte Licht. Zwischen zwei Gängen merkt davon niemand etwas. Posieren müsst ihr nicht — wir gehen ein Stück, reden, und der Rest ergibt sich. Wenn ihr mehrere Orte wollt, sagt es vorher: Jeder Wechsel kostet Fahrzeit, die im Plan stehen muss.




Essen, Reden, Tanz
Ab 18.30 bis 19.30 Uhr
Ab hier gibt der Abend den Takt vor, und wir halten uns zurück. Was vorher geklärt sein sollte: wer eine Rede hält und wie lange, wann die Spiele stattfinden, ob die Küche die Unverträglichkeiten kennt und ob Mikrofon, Ton und Licht bereitstehen. Ein Ablaufplan, den auch der DJ und der Service haben, ist am Abend mehr wert als jede Absprache am Tag selbst.


Speedgruppenfotos
Alle Gruppenbilder in zehn bis fünfzehn Minuten
Niemand steht gern lange für Gruppenbilder an. Die Speedvariante macht aus dem zähesten Teil des Tages einen, über den nachher geredet wird — und ihr seid nach höchstens einer Viertelstunde wieder bei euren Gästen.
Sie funktioniert am Apéro genauso wie am Abend zwischen zwei Gängen. Abends sitzen ohnehin alle da, wo sie hingehören; niemand muss gesucht werden. Wenn ihr Foto und Video zusammen gebucht habt, fangen unser Fotografenteam und Videograf Patrick das Ganze gleichzeitig ein — auf Video ist dieser Teil oft der beste des ganzen Films.


Was ihr vorher regelt
- Die Liste erstellen: Schreibt alle gewünschten Konstellationen auf. Die wichtigsten Familienmitglieder kommen zuerst dran — falls es doch länger dauert, fehlt hinten das Verzichtbare.
- Den Moderator bestimmen: Übergebt die Liste eurem Tätschmeister oder dem DJ. Diese Person braucht eine laute Stimme oder ein Mikrofon, um die Gruppen im Sekundentakt aufzurufen.
- Die Musik wählen: Ein schnelles, energiegeladenes Lied. Es gibt den Takt vor und zieht die Gäste mit, ohne dass jemand sie überreden muss.
Das Setup am Hochzeitstag
Ihr bekommt einen zentralen Platz: zwei Stühle oder eine Bank. Ihr bleibt die ganze Zeit sitzen und schaut zu, während eure Gäste zu euch rennen. Wir stellen uns so, dass wir das Chaos ganz einfangen — es ist der Teil, der die lustigsten Bilder des Abends liefert.
Die fünfzehn Minuten
- Minute 0 bis 2 Positionierung und Briefing
Ihr nehmt Platz. Der Moderator erklärt die Regeln: Wenn der Name fällt, sofort nach vorn rennen, eine Pose einnehmen und nach dem Blitz wieder Platz machen.
- Minute 2 bis 12 Die Action
Musik laut, erste Gruppe aufgerufen. Während die noch posiert, wird die nächste schon gerufen. Die Gäste klatschen ab und wechseln fliegend, wir fotografieren und filmen ohne Pause durch.
- Minute 12 bis 15 Puffer und Abschluss
Die letzten Minuten sind für Nachzügler und für ein Bild mit allen zusammen. Danach ist alles im Kasten, und der Übergang zur Party passiert von selbst.
Checkliste für eure Gruppenfotos Das Video dazu
Sechs Seiten: die Regeln, eine Shotlist zum Ankreuzen und Felder für eure eigenen Konstellationen. Ausdrucken, ausfüllen, der Person geben, die ruft.


Die vier Bruchstellen
Woran Zeitpläne zerbrechen
Immer dieselben vier. Keiner davon hat mit Fotografie zu tun, und alle vier lassen sich vorher erledigen.
- Die Anfahrt
- Der häufigste Grund. Eine Kolonne fährt langsamer als ein Auto, eine Kutsche langsamer als eine Kolonne, und Parkplätze suchen alle gleichzeitig. Rechnet die Strecke einmal mit dem langsamsten Fahrzeug und legt zehn Minuten drauf.
- Gruppenfotos ohne Liste
- Drei bis fünf Minuten je Gruppe gelten nur mit Liste. Ohne sie wird auf dem Platz überlegt, wer noch fehlt — und es fällt immer noch jemand ein. Aus einer halben Stunde wird so eine ganze.
- Spiele ohne Deckel
- Spiele gehören dazu. Ohne abgemachtes Ende dehnen sie sich, und der Abend rutscht. Legt mit der Person, die sie ansagt, vorher fest, wie lange sie dauern — dann weiss auch der DJ, wann er wieder dran ist.
- Gar kein Puffer
- Ein Plan ohne Reserve ist kein Plan, sondern eine Hoffnung. Fünfzehn Minuten nach jedem Block, von Anfang an eingetragen. Braucht ihr sie nicht, habt ihr eine Viertelstunde geschenkt.
Die Pufferregel
Fünfzehn Minuten nach jedem Block. Das ist die ganze Regel. Wer sie einhält, merkt von einer Verspätung nichts; wer sie weglässt, merkt jede.

Vor dem Tag
Sechs Dinge, die am Tag selbst keine Zeit mehr haben
Aus unserer Checkliste, gekürzt auf das, was den Ablauf betrifft. Wer diese sechs vorher regelt, gewinnt am Hochzeitstag mehr Zeit als mit jeder Umstellung im Plan.
- Eine Ansprechperson: Eine Person für Gästefragen und die Spielekoordination, meist ein Trauzeuge. Sie kennt die Namen, holt die Leute zusammen und nimmt euch am Tag jede Organisationsfrage ab.
- Der grobe Tagesrahmen: Trauung, Apéro, Essen, Party — vier Fixpunkte reichen. Alles dazwischen ergibt sich, sobald diese vier stehen.
- Das Transportmittel: Hochzeitsauto, Kutsche oder Oldtimer gehören früh reserviert. Und die Fahrzeit gehört mit dem tatsächlichen Fahrzeug gerechnet, nicht mit dem Navi.
- Die Technik: Mikrofone, Tonanlage, Licht und die Musikslots mit der Location abstimmen. Am Abend fehlt die Zeit, das noch zu suchen.
- Die Unverträglichkeiten: Allergien und Sonderwünsche vorher abfragen und dem Catering weitergeben — sonst stockt der Service genau dann, wenn alle sitzen.
- Das Notfallset: Pflaster, Puder, Taschentücher, Sicherheitsnadeln, etwas zu essen. Klingt nach Kleinkram und rettet regelmässig eine halbe Stunde.


Fragen
Was Paare uns zum Ablauf fragen
Wie lange dauert welcher Teil des Tages?
Die Tabelle weiter oben nennt jeden Punkt einzeln. Die Eckwerte: Getting Ready 60 bis 90 Minuten für die Braut und 45 bis 60 für den Bräutigam, Standesamt 20 bis 30 Minuten, Kirche oder freie Zeremonie 45 bis 60, Gratulationen 15 bis 60 und Gruppenfotos 30 bis 60. Die Paarbilder verteilen sich auf mehrere kurze Blöcke statt auf einen langen. Das sind unsere Erfahrungswerte, keine Erhebung.
Was, wenn der Zeitplan kippt?
Dann kippt er. Ruhig bleiben — wir und die anderen Dienstleister sind darauf eingerichtet, das ist unser Handwerk. Wenn ihr von Anfang an nach jedem Block fünfzehn Minuten Puffer eintragt, fängt der Plan die üblichen Verschiebungen selbst ab, ohne dass jemand etwas tun muss.
Wann sollen wir die Paarbilder ansetzen?
Nicht am Stück, sondern verteilt. Ein kurzes Shooting direkt nach dem First Look, zwanzig Minuten am Abend, dazu je eine Viertelstunde für Drohne und letztes Licht. So seid ihr nie länger als zwanzig Minuten von euren Gästen weg. Den Abendblock legen wir an den Sonnenuntergang, und der steht Monate vorher fest — am 30. Juni um 21.26 Uhr, am 30. September schon um 19.07 Uhr.
Wie viele Gruppenfotos schaffen wir?
Rechnet drei bis fünf Minuten je Gruppe, bis alle beisammen sind und stehen. Bei einer halben Stunde sind das sechs bis zehn Kombinationen. Schreibt sie vorher auf und bestimmt jemanden, der ruft — ohne beides wird aus der halben Stunde eine ganze. Es geht aber auch in zehn bis fünfzehn Minuten: Die Speedvariante braucht eine Liste, jemanden mit Mikrofon und ein schnelles Lied, und sie funktioniert am Apéro genauso wie am Abend zwischen zwei Gängen. Der Ablauf dazu steht Schritt für Schritt auf dieser Seite.
Müssen wir einen First Look machen?
Nein. Er dauert fünf bis zehn Minuten und ist eine Möglichkeit, keine Vorgabe. Wer möchte, spricht dabei das Eheversprechen — dann rechnet fünf Minuten mehr. Der Vorteil ist doppelt: Der erste Blick gehört euch allein, und mit dem Minishooting direkt danach ist ein Teil der Paarbilder vor der Trauung erledigt. Für manche ist genau das der Nachteil, weil sie sich zuerst am Altar sehen möchten. Beides ist richtig.
Wann beginnt üblicherweise das Abendessen?
Zwischen 18.30 und 19.30 Uhr. Klärt Sonderwünsche — vegan, glutenfrei, Allergien — vorher mit dem Catering, sonst stockt der Service genau dann, wenn alle sitzen.
Sollen wir Spiele in den Plan schreiben?
Ja, und mit einer Endzeit. Ohne die dehnen sie sich, und der Abend verschiebt sich mit. Wer sie ansagt, sollte wissen, wie viel Zeit er hat; dann weiss auch der DJ oder die Band, wann Pause ist.
Wir heiraten morgens zivil — was ändert sich?
Fast alles. Zwischen Trauung und Abendessen entsteht ein langes Loch, das gefüllt werden will: ein gemeinsames Mittagessen, ein Ortswechsel, eine Pause im Hotel. Genau bei diesem Ablauf lohnt sich ein Zeitplan am meisten, weil sonst alle irgendwann herumstehen.
Braucht der Plan eine Minutenangabe für jede Kleinigkeit?
Nein, und wir raten davon ab. Ein Plan mit dreissig Zeilen wird am Tag selbst nicht gelesen. Was gebraucht wird, sind die Fixpunkte — Trauung, Apéro, Essen, Tanz — und ein Puffer dazwischen. Den Rest machen wir untereinander aus.
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Was als Nächstes hilft
Und wenn ihr wollt
Wir schauen euren Plan an
Schickt uns euren Entwurf, bevor er fix ist. Wir sagen euch, wo es eng wird und wo ihr euch selbst Zeit wegnehmt — auch dann, wenn ihr noch gar nicht bei uns gebucht habt.
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