Ratgeber · Paarshooting
Posing-Tipps für eure Hochzeit
Fast jedes Paar sagt uns denselben Satz: «Wir sind nicht fotogen.» Das liegt selten an euch. Es liegt daran, dass euch niemand gesagt hat, was ihr tun sollt — und Stillstehen ist das Schwerste, was es vor einer Kamera gibt.
Auf dieser Seite steht, was wir stattdessen machen: kleine Aufgaben statt Kommandos, Bewegung statt Haltung, und für jede Hand eine Beschäftigung. Dreissig konkrete Ideen, was ihr mit euren Händen anfangen könnt, stehen weiter unten einzeln aufgelistet.
Nichts davon müsst ihr auswendig lernen. Wir sagen es euch am Tag selbst. Lesen könnt ihr es trotzdem — es nimmt die Unsicherheit schon vorher raus.

Kurz beantwortet
Acht Fragen, acht Sätze
Acht Fragen, die uns Paare vor fast jedem Shooting stellen, mit je einem Satz Antwort. Alles Weitere steht darunter ausführlich.
- Wir fühlen uns nicht fotogen
- Das liegt meist an fehlender Anleitung, nicht an euch. Wir geben euch etwas zu tun, dann erledigt sich das.
- Müssen wir posieren?
- Nein. Konzentriert euch aufeinander statt auf die Kamera — wir fangen ein, was dazwischen passiert.
- Was hilft am meisten?
- Bewegung. Gehen, tanzen, einander etwas zuflüstern. Aus Bewegung entsteht echte Mimik, aus Stillstehen selten.
- Wohin mit den Händen?
- Gebt ihnen eine Aufgabe: einander festhalten, den Brautstrauss, das Sakko, die Schleppe. Dreissig Ideen stehen unten.
- Müssen wir in die Kamera schauen?
- Nicht ständig. Der Blick zum Partner wirkt auf den meisten Bildern stärker als der in die Linse.
- Wir sind nervös
- Tief in den Bauch atmen, Schultern beim Ausatmen fallen lassen, kurz die Augen zu. Das nimmt den ersten Druck.
- Was ist ein First Look?
- Ihr seht euch vor der Trauung zum ersten Mal, unter vier Augen. Danach ist die grösste Anspannung weg.
- Wie lange dauert das?
- Für ein entspanntes Paarshooting rechnen wir 30 bis 45 Minuten. Das reicht für viele verschiedene Bilder ohne Hetze.
Ohne Posen
Wir stellen euch nicht auf, wir geben euch etwas zu tun
«Posing» klingt nach starren Anweisungen. Gemeint ist etwas anderes: eine sanfte Führung, damit Licht und Hintergrund stimmen, während ihr einfach ihr seid.
Viele Paare halten sich für unfotogen, weil sie Schnappschüsse von sich kennen — im falschen Moment erwischt, aus dem falschen Winkel, mit einem Lächeln, das gerade zerfällt. Bei einem Shooting ist das anders: Wir nutzen eure Bewegung und halten den Augenblick an, in dem sie stimmt.
Während der Trauung und beim Apéro arbeiten wir fast nur beobachtend. Da wird gar nichts gestellt. Beim Paarshooting geben wir Aufgaben statt Kommandos: Geht ein paar Schritte aufeinander zu. Erzählt euch, was ihr heute Morgen beim Aufwachen gedacht habt. Der Blick geht dann zum Partner und nicht in die Linse — und genau das sieht man dem Bild an.
Ein gestelltes Lächeln erreicht die Augen nicht. Ein Lachen über einen Insiderwitz schon. Deshalb fragen wir nach euren Witzen und nicht nach eurem besten Winkel.



Hände
Dreissig Dinge, die ihr mit euren Händen machen könnt
Keine Frage kommt öfter. Hände sind das Erste, was sich falsch anfühlt, sobald jemand eine Kamera hebt — und das Erste, was ein Bild steif aussehen lässt.
Die Lösung ist keine Haltung, sondern eine Beschäftigung. Sucht euch aus jeder Liste zwei Dinge aus, die zu euch passen. Mehr braucht es nicht; den Rest sagen wir euch vor Ort.
Zwölf Ideen für ihn
- Eine Hand locker in die Hosentasche
- Den Knopf am Sakko richten
- Die Hand der Partnerin halten
- Sanft an die Wange fassen
- Beide Hände locker vor dem Körper
- Die Armbanduhr richten
- Eine Hand ans Revers legen
- Den Arm um die Schulter legen
- Die Taille halten
- Durch die eigenen Haare fahren
- Die Manschettenknöpfe berühren
- Ein Glas in der Hand halten
Zwölf Ideen für sie
- Den Brautstrauss mit beiden Händen halten
- Eine Hand locker am Oberarm des Partners
- Die Finger ins Revers haken
- Eine Hand ans eigene Kinn legen
- Die Haare hinters Ohr streichen
- Das Kleid beim Laufen leicht anheben
- Den Strauss auf Hüfthöhe halten
- Die Hand auf die Brust des Partners
- Sich am Arm einhaken
- Die Schleppe halten
- Eine Hand locker am Oberschenkel
- Den Ring zeigen
Sechs Ideen zu zweit
- Händchenhalten beim Gehen
- Umarmung von hinten
- Hände hinter dem Nacken verschränkt
- Finger ineinander vor dem Bauch
- Sich gegenseitig an den Unterarmen halten
- Wange an Wange, Hände an der Taille



Blick und Haltung
Blick und Haltung: drei Kleinigkeiten mit grosser Wirkung
- Nicht quadratisch zur Kamera
- Ein leichter Winkel zur Seite wirkt schlanker und lebendiger als frontal. Wir drehen euch dafür um wenige Grad — ihr merkt es kaum, das Bild schon.
- Kinn leicht vor und runter
- Minimal nach vorne und leicht nach unten. Das betont die Kieferlinie und nimmt dem Kinn die Doppelung, die fast jede Kamera von leicht oben erzeugt.
- Der Blick darf wandern
- Schaut euch in die Augen, schaut gemeinsam in die Ferne, schaut beim Lachen nach unten. Der direkte Blick in die Linse ist eine Möglichkeit von vielen, nicht die Regel.



Mentalität
Nervosität ist normal und in drei Minuten handhabbar
Atmet tief in den Bauch, nicht in die Brust. Beim Ausatmen die Schultern fallen lassen. Zweimal reicht meistens schon.
Der zweite Teil liegt bei uns: Wir schweigen nicht hinter der Kamera. Ihr hört von uns, wenn etwas gut aussieht. Wer nichts hört, denkt, er mache es falsch — und dann wird es steif.
Warum ein First Look so viel Druck nimmt
Der First Look ist der Moment, in dem ihr euch vor der Trauung zum ersten Mal seht, ohne Gäste. Wir halten ihn fest und gehen dann weg. Danach ist die erste grosse Anspannung weg — ihr geht ruhiger in die Zeremonie, und beim Paarshooting später seid ihr schon warm.
Wo der First Look in den Tag passt, steht im Zeitplan-Ratgeber.

Ablauf
45 Minuten, von leicht nach ruhig
So bauen wir ein Paarshooting auf. Die Reihenfolge ist kein Zufall: Sie beginnt mit dem Leichtesten und hört mit dem auf, wofür ihr ruhig sein müsst.
- Minute 1–5
- Gehen. Nur gehen, nebeneinander, weg von uns. Dabei redet ihr miteinander. Das sind noch keine Bilder fürs Album, sondern das Warmwerden — und oft ist eines davon trotzdem dabei.
- Minute 5–15
- Aufeinander zu, Umarmung, Hände. Hier kommen die Aufgaben aus den Listen oben. Wir stehen weiter weg und sagen wenig.
- Minute 15–30
- Die ruhigen Bilder. Stirn an Stirn, Augen zu, kein Wort. Das funktioniert erst jetzt, nicht am Anfang.
- Minute 30–45
- Was euch einfällt. Tanzen, hochheben, rennen. Meistens kommt hier das Bild, das ihr später aufhängt.
Wenn ihr weniger Zeit habt, streichen wir hinten, nicht vorne. Die ersten fünf Minuten sind das, was alles andere trägt.


Häufige Sorgen
Fünf Sätze, die wir jede Woche hören
- «Ich bin steif»
- Dann bewegen wir uns. Steifheit hält keine zwei Minuten durch, wenn man geht.
- «Ich lache komisch»
- Auf Kommando lacht niemand gut. Über den eigenen Partner schon — dafür sorgen wir.
- «Ich weiss nicht wohin mit den Händen»
- Ihr bekommt für jedes Bild eine Aufgabe. Ratlos herumstehen lassen wir euch nicht.
- «Wir sind beide nervös»
- Das ist der Normalfall. Wir fangen locker an und steigern uns.
- «Es schauen Leute zu»
- Wir suchen ruhige Ecken. Auf dem Münsterhof oder am Luzerner Quai geht das, man muss nur wissen, wohin.
Zürich, Zug, Luzern und Aargau
Wo wir hingehen, und warum
Wo wir arbeiten, hat jede Region ihre eigenen brauchbaren Ecken. Das sind die, auf die wir immer wieder zurückkommen.
- Altstadtgassen
- In Zürich und Zug geben die Gassen Schutz vor Wind und eine ruhige Wand im Hintergrund. Das Licht dort ist weich und kommt von einer Seite — für Gesichter das beste Licht, das es gratis gibt.
- Am See
- Zugersee und Vierwaldstättersee kurz vor Sonnenuntergang. Mittags ist das Wasser hart und ohne Abschattung; eine Stunde vor dem Untergang ist es ein anderer Ort.
- Parks
- Weitläufig genug für Laufbilder und für Abstand zu Passanten. Beides zusammen gibt es sonst selten.
- Gedeckte Bereiche
- Arkaden in Luzern, moderne Architektur in Zug. Unser Plan B bei Regen, und oft besser als der Plan A.
- Waldränder
- Im Aargau und im Seetal. Der Rand, nicht der Wald: Dort steht ihr im Schatten und habt trotzdem Licht von vorne.
- Beim Zivilstandsamt
- Viele Standesämter in der Zentralschweiz haben einen Innenhof oder eine Treppe. Für die zwanzig Minuten direkt nach der Trauung reicht das völlig.
- Die goldene Stunde
- Wenn es der Ablauf erlaubt, legen wir das Paarshooting dorthin. Es ist die einzige Stellschraube am Zeitplan, die das Aussehen der Bilder wirklich verändert.
Welche Locations wir kennen, steht auf der Übersicht aller Hochzeitslocations. Wenn es regnet, hilft der Ratgeber zu Hochzeitsfotos bei Regen.


Drohne
Wann eine Drohne etwas bringt und wann nicht
Aus der Luft sieht die Zentralschweiz spektakulär aus. Nur: Aus der Luft ist niemand mehr nah genug für ein Gesicht.
Wir setzen die Drohne dort ein, wo die Landschaft die Geschichte trägt — ein See, ein Schloss, eine Wiese mit nichts drumherum. Für alles, was mit euch zu tun hat, ist die Kamera am Boden besser. Ob wir am jeweiligen Ort überhaupt fliegen dürfen, klären wir vorher ab und versprechen es nicht ins Blaue hinein.
Was wir mit der Drohne machen, steht auf der Seite zu den Drohnenaufnahmen.
Bilder
Was dabei herauskommt
Keines dieser Bilder ist eine Pose aus einem Katalog. Alle sind aus einer Bewegung entstanden, die wir vorgeschlagen und die das Paar dann gemacht hat, wie es wollte.










Mehr davon steht im Portfolio, und was Paare danach sagen, auf der Seite Erfahrungen.
Fragen
Eure Fragen zu natürlichen Hochzeitsfotos
Was, wenn wir uns wirklich nicht fotogen fühlen?
Diese Sorge haben fast alle Paare, die zu uns kommen. Unsere Aufgabe ist es, euch so durch das Shooting zu führen, dass ihr die Kamera vergesst. Das gelingt nicht mit Posen, sondern mit Aufgaben und mit Bewegung — und meistens schon in den ersten fünf Minuten.
Was machen wir mit unseren Händen?
Ihr bekommt für jedes Bild etwas zu tun: den Brautstrauss halten, die Hand des Partners, das Revers, die Schleppe. Dreissig konkrete Ideen stehen oben auf dieser Seite, zwölf für ihn, zwölf für sie und sechs für euch zusammen.
Wie lange dauert ein Paarshooting?
Wir rechnen mit 30 bis 45 Minuten. Das reicht für viele verschiedene Bilder, ohne dass jemand auf die Uhr schaut. Weniger geht auch — dann streichen wir hinten und behalten den Anfang.
Können wir das als First Look vor der Trauung machen?
Ja, und es ist oft die bessere Lösung. Ihr seht euch in Ruhe, ohne Publikum, und die grösste Anspannung ist weg, bevor der offizielle Teil losgeht. Danach seid ihr beim eigentlichen Shooting schon warm.
Was ziehen wir an, damit es auf Fotos gut wirkt?
Etwas, in dem ihr euch wohlfühlt — das sieht man jedem Bild an. Achtet auf Farben, die zueinander passen, und lasst sehr unruhige Muster weg: Sie ziehen den Blick vom Gesicht weg. Was Gäste besser nicht tragen, steht in unserem Ratgeber zu den Farben für Hochzeitsgäste.
Was, wenn Gäste beim Shooting zuschauen?
Dann suchen wir eine ruhigere Ecke. Zuschauer sind der häufigste Grund, warum Paare sich verkrampfen, und in jeder Location gibt es einen Platz, wo niemand steht. Den kennen wir meistens schon.
Was, wenn es regnet oder kalt ist?
Dann arbeiten wir drinnen oder unter Arkaden, und wir haben transparente Schirme dabei. Regen ist für Bilder kein Verlust, sondern ein anderes Licht. Wie das aussieht, zeigt unser Ratgeber zu Hochzeitsfotos bei Regen.
Wie schnell bekommen wir die Bilder?
Eine erste Auswahl der Highlights liefern wir innert 48 Stunden — früh genug für die Dankeskarten und die ersten Reaktionen. Die vollständige Galerie folgt kurz darauf.
Die erste Auswahl liefern wir innert 48 h. Was eine Begleitung kostet, steht offen auf der Preisübersicht.
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Was als Nächstes hilft
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Bereit für ungestellte Bilder?
Die Samstage im Sommer sind zuerst weg. Schickt uns euer Datum und eure Location, dann sagen wir euch, ob wir noch können — ohne dass ihr dafür ein Gespräch buchen müsst.
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