Location · Flüeli-Ranft OW

Hochzeit im Jugendstil-Hotel Paxmontana

Ein Jugendstilhotel von 1896, das allein auf 728 Metern über dem Sarneraatal steht. Getraut wird draussen auf der Wiese, gefeiert wird drinnen unter Stuck und Kronleuchtern.

Auf dieser Seite stehen dreizehn Räume mit Fläche und Platzzahl, die Kostenlogik des Hauses, die Zeiten für Musik und Verlängerung und die Fristen aus den Geschäftsbedingungen. Die Zahlen stammen aus der Hochzeits-Dokumentation des Betriebs, die Beobachtungen aus eigener Reportage im Juni.

Termin anfragen

Die freie Trauung auf der Wiese vor dem Paxmontana
Die Wiese vor dem Haus, mit dem Tal dahinter
1896eröffnet, national geschützt
150Gäste am Bankett im grossen Saal
186 m²misst der historische Saal
99Zimmer in Hotel und Gasthaus
02.00Uhr endet Musik und Tanz

Kurz gefasst

Was ihr wissen solltet

Wo
Flüeli-Ranft, Gemeinde Sachseln OW, auf 728 Metern über dem Sarneraatal. Das Haus steht allein am Hang.
Was es ist
Ein Jugendstilhotel von 1896, geschützt als Kulturobjekt von nationaler Bedeutung. Von 2009 bis 2011 wurde es gesamtsaniert.
Für wie viele
Der historische Speisesaal mit Veranda nimmt 150 Personen am Bankett auf, 250 beim Apéro. Dazu kommen zwölf weitere Räume.
Freie Trauung
Draussen auf der Meinradsruh-Wiese hinter dem Gasthaus. Das ist der Ort, den das Haus dafür nennt.
Saalmiete
Keine. Das Haus verrechnet für die Räume nichts — bezahlt wird, was gegessen, getrunken und übernachtet wird.
Exklusiv
Das ganze Haus ist mietbar. Dann gilt ein Mindestumsatz von CHF 40'000 im Sommer und CHF 32'500 im Winter.
Das Paxmontana von oben, mit dem Sarnersee
Von unten sieht man nie, wie allein das Haus am Hang steht. Aufnahme mit der Drohne über dem Hotelgelände.

Das Haus

Ein Kurhaus von 1896, das man nicht anfassen darf

Gebaut 1896 als Kurhaus Nünalphorn, von einem einunddreissigjährigen Hotelpionier aus der Gegend. 1898 kam die Veranda dazu, 1906 wurde das Haus im Jugendstil auf seine heutige Grösse erweitert. Seit 1956 heisst es Paxmontana, und es ist als Kulturobjekt von nationaler Bedeutung geschützt.

Der Betrieb war anfangs selbstversorgend: Kühe, Pferde, Schweine und Bienen, dazu Molkerei, Bäckerei, Mosterei und Sägerei. Ein Kricket- und Tennisplatz gehörte dazu, ein Turnplatz und eine Wandelhalle. Was davon geblieben ist, sieht man heute noch — der Laubengang zum Hotel, die Türme, die olivefarbenen Stuckaturen mit Blattgold an den Decken, die Buchen-Parkettböden mit Nussbaumeinlagen und die Neo-Renaissance-Bilder in der Veranda. Von 2009 bis 2011 wurde das Haus aufwendig restauriert; die Bausumme wird mit 26 Millionen Franken angegeben, und 2014 gab es dafür einen Spezialpreis von ICOMOS.

Für eine Hochzeit heisst Denkmalschutz vor allem eines: Was an Wänden, Decken und Böden befestigt werden darf, ist eingeschränkt. Eine Regel dazu steht auch in der Hochzeits-Dokumentation nicht — sie sagt nur, dass ihr die Dekoration selbst mitbringen dürft oder über die Hausfloristin bestellen könnt. Was befestigt werden darf, ist die Frage, die ihr eurer Floristin und dem Haus gemeinsam stellen solltet.

Das Hotel von der Wiese aus
Von der Wiese aus zeigt sich das ganze Haus. Die Türmchen sind das Erkennungszeichen.
Der begrünte Laubengang zum Hotel
Der begrünte Laubengang ist der schönste Zugang, den wir an einer Hochzeitslocation kennen.
Die Tafel im Jugendstilsaal
Drinnen dominiert dunkles Holz. Wer hell dekoriert, gewinnt Kontrast.
Der Saal mit den Gästen
Die hohe Fensterfront bringt bis in den Abend Licht in den Raum.

Die Räume

Dreizehn Räume, und für keinen davon Miete

Zur Saalmiete schreibt das Haus zwei Worte: «verrechnen wir keine…». Für die Räume selbst zahlt ihr nichts. Bezahlt wird, was gegessen, getrunken und übernachtet wird — und genau daraus rechnet sich am Ende auch der Mindestumsatz, wenn ihr das ganze Haus wollt.

Das ist der eigentliche Reiz dieses Hauses: Zeremonie, Apéro, Essen und Party lassen sich auf verschiedene Räume verteilen, ohne dass jemand nach draussen muss. Der grosse Gartensaal besteht aus drei Räumen, die sich einzeln buchen oder mit einer Trennwand teilen lassen.

RaumFlächeReihenBankettApéro
Historischer Speisesaal mit Veranda186 m²160150250
Restaurant Veranda172 m²—140—
Gartensaal gross105 m²10075140
Gartensaal 1 «Huetstock»35 m²302540
Gartensaal 2 «Nünalphorn»35 m²302040
Gartensaal 3 «Widderfeld»35 m²302040
Raum der Stille60 m²704060
Grosser Salon50 m²453550
Damensalon35 m²251640
Kleiner Salon26 m²—10—
Laube beim Gasthaus50 m²605080
Hotelbar mit Rosensalonnicht angegeben——50
Turmbar im 4. Stocknicht angegebenauf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage

Woher diese Zahlen stammen: aus der Hochzeits-Dokumentation des Hauses, Stand April 2026. «Reihen» ist dort als «Konzert» bezeichnet und meint die Bestuhlung ohne Tische — das ist die Zahl, die für eine Trauung im Haus zählt. Ein Strich heisst: für diese Bestuhlung nicht vorgesehen. Die Dokumentation nennt zusätzlich Höhe, Breite und Länge jedes Raums; wer eine Band oder eine Leinwand plant, fragt diese Masse nach.

Die Trauung

Ein Blumenkreis, dahinter das Tal

Das Haus nennt dafür einen bestimmten Ort: «Draussen auf unserer Meinradsruh-Wiese hinter dem Gasthaus möglich.» Die Wiese liegt direkt unterhalb der Flüeli-Kapelle, mit Sicht auf den Pilatus und das Sarneraatal. Auf unserer Reportage stand der Blumenkreis auf einer Wiese mit freiem Blick ins Tal.

Was für uns dort zählt: Die Wiese fällt leicht ab, dadurch sieht jede Reihe über die vordere hinweg. Die Sonne steht im Juni am frühen Nachmittag seitlich — das ist die einzige brauchbare Konstellation, alles andere brennt die Gesichter aus. Und es gibt keine Rückwand: Wer den Bogen setzt, entscheidet damit über den Hintergrund jedes einzelnen Bildes der Zeremonie.

Zwei Dinge stehen auch in der Hausdokumentation nicht: wie viele Personen auf der Wiese Platz haben, und was bei Regen passiert. Beides gehört in die erste Anfrage. Auf unserer Hochzeit stand im Ablaufplan des Paares eine ausgearbeitete Schlechtwettervariante — das ist bei einer Trauung im Freien die richtige Vorbereitung, unabhängig vom Haus. Drinnen wäre der historische Saal in Reihen für 160 Personen bestuhlbar.

Der Traubogen vor den Bergen
Ein geschlossener Kreis aus Blumen statt eines Bogens. Er rahmt, ohne die Sicht zu nehmen.
Die Wiese mit Blick ins Tal
Die ganze Szene von hinten. Die Kapelle auf dem Hügel steht mit im Bild.
Die Gäste kommen durch den Laubengang
Der Weg zur Wiese führt durch den Laubengang und ordnet die Gesellschaft von selbst.
Die Gäste auf den Bänken
Bänke statt Stuhlreihen. Auf unebenem Boden ist das die stabilere Lösung.
Ein Moment während der Zeremonie
Ohne Dach und ohne Wände bewegen wir uns frei — und bleiben trotzdem aus der Sichtachse.

Was es kostet

Keine Saalmiete, dafür ein Mindestumsatz

Die Kostenlogik dieses Hauses ist ungewöhnlich einfach: Für die Räume zahlt ihr nichts. Wer das ganze Haus exklusiv will, muss dafür einen Mindestumsatz erreichen — und wie der zustande kommt, dürft ihr selbst bestimmen.

Das Haus formuliert es so: «Wie dieser zu Stande kommt, können Sie selbst entscheiden. Sollte es weniger sein, werden wir Ihnen die Differenz als Saalmiete in Rechnung stellen.» Gerechnet wird über den ganzen Aufenthalt, von der Anreise um etwa 15.00 Uhr bis zur Abreise spätestens um 11.00 Uhr. Übernachtungen zählen also mit — und das ist der Punkt, an dem die Zahl erreichbar wird.

PostenWas das Haus nennt
Saalmiete«verrechnen wir keine…»
Exklusivmiete SommerMindestumsatz CHF 40'000
Exklusivmiete WinterMindestumsatz CHF 32'500
Menü, 3 GängeRichtpreis CHF 65.00 pro Person
Menü, 4 GängeRichtpreis CHF 79.00 pro Person
Vegetarischer HauptgangCHF 10.00 weniger
Apéroab CHF 6.00 pro Person, mehrere Stufen
MitternachtssnackCHF 10.50 pro Person und Komponente
Eigener WeinZapfengeld CHF 35.00 pro 7.5-dl-Flasche
Verlängerung im SaalCHF 350.00 pro Stunde, 00.30 bis 01.30 Uhr
Doppelzimmer ab 15 ZimmernCHF 240.00 bis 265.00, je nach Saison
Beamer und Leinwandkostenlos
Alle Preiseinklusive Mehrwertsteuer

Woher diese Zahlen stammen: aus der Hochzeits-Dokumentation des Hauses, Stand April 2026. Wir geben hier die Rahmenzahlen wieder, nicht die vollständige Karte — die einzelnen Apéro-Varianten, Zwischengänge, Dessertaufpreise und Zimmerkategorien schickt euch das Haus auf Anfrage. Preisänderungen behält es sich vor.

Rechnet das einmal durch, bevor ihr anfragt. Achtzig Gäste, ein Viergangmenü zum Richtpreis: CHF 6'320. Der einfachste Apéro dazu: CHF 480. Vierzig Doppelzimmer für eine Nacht zum unteren Sommerpreis: CHF 10'000. Zusammen rund CHF 16'800, ohne Getränke. Bis zum Mindestumsatz von CHF 40'000 fehlt damit deutlich mehr als die Hälfte.

Das heisst nicht, dass Exklusivmiete für achtzig Gäste unmöglich ist — die Differenz wird nach der Regel des Hauses als Saalmiete verrechnet, ihr könnt sie also bewusst in Kauf nehmen. Aufgehen tut die Zahl aber vor allem bei grösseren Gesellschaften oder wenn über mehrere Nächte gefeiert wird. Wer bloss den Saal für einen Abend braucht, fährt ohne Exklusivmiete günstiger: Miete kostet er ja keine.

Das ist unsere eigene Überschlagsrechnung aus den Richtpreisen oben, keine Offerte des Hauses. Was «Sommer» und «Winter» beim Mindestumsatz genau heissen, sagt die Dokumentation nicht — für die Zimmerpreise arbeitet sie mit Mai bis Oktober und November bis April, stellt aber keine Verbindung her. Fragt danach.

Das Paxmontana von oben
Exklusivmiete heisst: dieses ganze Haus gehört an diesem Tag der Gesellschaft.

Regeln im Haus

Wann Schluss ist, und was vorher feststehen muss

Diese Punkte stehen in der Hochzeits-Dokumentation und in den Geschäftsbedingungen des Hauses. Sie entscheiden mehr über den Abend als jede Menükarte — vor allem die Endzeit und das Zimmerkontingent.

Musik ab Mitternacht
Zwei Sätze stehen dazu in der Dokumentation. Der eine: «Ab 00.00 Uhr ist die Musik auf Zimmerlautstärke zu reduzieren.» Der andere, ein paar Zeilen weiter: «Aufgrund anderer Hotelgäste gilt Musik & Tanz bis allerspätestens 02.00 Uhr.» Wir lösen das nicht auf. Fragt beim Haus, was ab Mitternacht konkret erlaubt ist — davon hängt ab, ob eine Band nach zwölf noch Sinn ergibt.
Verlängerung im Saal
Ab 00.30 Uhr kostet die Stunde CHF 350.00, bis 01.30 Uhr. Danach geht es an der Hotelbar kostenlos bis 03.00 Uhr weiter. Verlängerungen brauchen laut den Geschäftsbedingungen die vorherige Absprache mit dem Haus.
Zimmer bei einer Feier nach Mitternacht
Dann gilt ein Mindestkontingent von 20 Zimmern im Jugendstilhotel. Wer bis in die Nacht feiern will, bucht also gleichzeitig zwanzig Zimmer — das gehört in jede Budgetrechnung.
Veröffentlichung von Bildern
Aus den Geschäftsbedingungen: «Anzeigen in Medien (wie Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet, Social Media) mit Hinweis auf die Veranstaltung im Hotel Paxmontana bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung durch das Hotel Paxmontana.» Das betrifft auch uns. Wenn ihr wollt, dass Bilder eurer Feier später mit dem Namen des Hauses gezeigt werden, holt die Freigabe früh ein statt hinterher.
Fristen
Das detaillierte Programm will das Haus spätestens 20 Tage vor dem Anlass. Die Gästeliste mit Adressen mindestens 45 Tage vor der Anreise. Die definitive Personenzahl spätestens 7 Tage vorher — sinkt sie danach um mehr als fünf Prozent gegenüber der bestätigten Zahl, behält sich das Haus Annullationskosten vor.
Annullation
Bis 60 Tage vor dem Anlass kostenlos. 59 bis 31 Tage vorher 25 Prozent der reservierten Leistungen, 30 bis 11 Tage 50 Prozent, 10 bis 1 Tag 75 Prozent, am Tag selbst 100 Prozent. Stehen die Leistungen noch nicht fest, rechnet das Haus mit CHF 100.00 pro Person.
Rauchen
Das Haus ist rauchfrei. Geraucht wird draussen.
Dekoration
Das Haus hat eine Hausfloristin in Kerns und vermittelt sie gern. Selbst mitgebrachte Dekoration ist ausdrücklich erlaubt.
Umbau und Reinigung
Bei besonderen Bestuhlungsformen, bei Umbauten während des Anlasses und bei besonders starken Reinigungsarbeiten behält sich das Haus eine Pauschale vor. Einen Betrag nennt es dafür nicht.

Zivil und kirchlich

Der Wallfahrtsort nebenan

Flüeli-Ranft ist die Heimat von Niklaus von Flüe und seit Jahrhunderten Wallfahrtsort. Das prägt die Umgebung — und es bedeutet, dass gleich neben dem Hotel vier historische Sakralbauten stehen.

Zivil
Obwalden führt ein einziges kantonales Zivilstandsamt in Sarnen, Telefon 041 666 35 65. Ob das Paxmontana als ziviles Trauungslokal bewilligt ist, steht auch in den eigenen Unterlagen des Hauses nicht, und die amtliche Liste der Trauungslokale war bei keinem Versuch abrufbar. Das ist eine Frage, die ihr zuerst stellt, weil sie den ganzen Tag ordnet.
Die Flüeli-Kapelle
Geweiht 1618, dem heiligen Karl Borromäus gewidmet, mit Holzeinlegearbeiten im Chor und gemalter Walmdecke. Die Wallfahrtsorganisation nennt sie «beliebt für Hochzeits-Gottesdienste». Eine Sitzplatzzahl publiziert niemand. Das Hotel rät in seiner eigenen Dokumentation, die Kapelle frühzeitig bei der Kaplanei Flüeli zu buchen, Telefon 041 660 14 80. Für die Pfarrei Sachseln gilt 041 660 14 24.
Die Ranftkapellen
Die obere wurde 1469 geweiht und 1701 durch einen Neubau ersetzt, die untere kam 1501 dazu. Beide stehen unter Denkmalschutz und sind sehr klein. Der Weg dorthin führt steil hinunter und wieder hinauf — für lange Kleider und ältere Gäste ist das nichts.
Fotografieren im Ranft
Eine Regel dazu publiziert niemand. Es gibt also weder ein auffindbares Verbot noch eine Erlaubnis. Die Wallfahrtsorganisation beschreibt den Ranft als «Ort der Stille, der Sehnsucht und des Gebets». Wer dort fotografieren will, meldet sich vorher bei der Pfarrei — das ist keine Vorschrift, sondern Anstand.
Reihenfolge
Eine freie oder religiöse Zeremonie ersetzt die Ziviltrauung nicht und findet nach ihr statt. Verheiratet ist man in der Schweiz erst nach dem Termin auf dem Zivilstandsamt.

Unser Tag dort

Von halb neun bis nach Sonnenuntergang

Ein Vorteil dieses Hauses fällt erst im Ablauf auf: Es gibt keine Fahrt. Getting Ready, First Look, Trauung, Apéro, Essen und Party liegen alle innerhalb von zweihundert Metern.

08.30 Das Haus von oben
Wir begannen vor allen anderen mit ein paar Aufnahmen aus der Luft. Das Paxmontana steht allein am Hang, dahinter liegt der Sarnersee — von unten sieht man das nie ganz.
10.00 Getting Ready im Haus
Beide bereiten sich im Hotel vor, in Zimmern mit hohen Fenstern und weichem Seitenlicht. Das ist der grösste praktische Vorteil dieses Hauses: Niemand muss am Morgen irgendwohin fahren.
12.45 First Look im Wald
Der Wald beginnt gleich hinter dem Hotel. Ein First Look dort kostet keine zehn Minuten Weg und bringt eine völlig andere Bildwelt als die offene Wiese.
13.15 Die Gäste gehen zur Wiese
Der Weg führt durch einen begrünten Laubengang. Das ist einer der schönsten Zugänge, die wir kennen — und er zwingt die Gesellschaft in eine Reihe, was für Bilder ideal ist.
14.00 Freie Trauung auf der Wiese
Ein Blumenkreis als Bogen, dahinter das Tal und die Berge. Kein Dach, kein Blitzverbot, kein enger Gang. Die Sonne stand seitlich, das ist um diese Zeit im Juni die einzige brauchbare Konstellation.
14.45 Seifenblasen statt Konfetti
Der Auszug lief durch ein Spalier mit Seifenblasen. Auf einer Wiese ist das die richtige Wahl: Es bleibt nichts liegen, und im Gegenlicht sieht es besser aus als jedes Konfetti.
15.00 Gruppenbilder, wo alle schon stehen
Die Wiese ist gross genug für jede Konstellation und hat überall denselben Hintergrund. Wir haben die Liste vorher gemacht und sind in anderthalb Stunden durch alles durch.
18.00 Abendessen im Jugendstilsaal
Drinnen kippt die Bildwelt: dunkles Holz, Stuck, Kronleuchter. Das Licht ist warm und wenig — wir arbeiten offen und mit ruhiger Hand statt mit Blitz.
21.20 Ein Bild in der Dunkelheit
Ende Juni wird es hier erst nach neun richtig dunkel. Das letzte Bild des Tages entstand draussen, mit einem Schirm und einer einzigen Lichtquelle.
Der Bräutigam am Fenster
Hohe Fenster, weiches Seitenlicht. Für das Getting Ready braucht es hier nichts weiter.
Der Vater bindet die Fliege
Die Momente am Morgen entstehen von selbst, wenn man früh genug da ist.
Gratulation nach der Trauung
Gratulationen im Freien laufen ohne Regie ab. Wir gehen mit.
Styling am Morgen
Zwei Stunden Styling im Zimmer, ohne Ortswechsel.
Make-up am Morgen im Hotelzimmer
Das Fensterlicht im Zimmer reicht auch für die Nahaufnahme.
Brautpaar auf der Wiese
Hochkant zeigt, wie viel Wiese um das Paar herum liegt.
Brautpaar in Schwarzweiss
Ohne Farbe bleibt das Wesentliche übrig.
Tanz am späteren Abend im Saal
Später am Abend wird im Saal getanzt.

Fotos

Wiese, Wald und ein Tal voller Licht

Drei Bildwelten liegen hier keine fünf Gehminuten auseinander: die offene Wiese mit dem Tal, der Wald gleich hinter dem Haus, und drinnen der Jugendstil. Wer das nutzt, braucht für ein ganzes Album kein Auto.

Brautpaar auf der Wiese über dem Tal
Die Wiese fällt ab, dadurch liegt das Tal direkt hinter dem Paar statt unter ihm.
Brautpaar mit Blick ins Sarneraatal
Bei Dunst wird der Hintergrund weich und das Paar tritt hervor. Kein Nachteil.
Brautpaar im Wald beim Hotel
Der Wald beginnt hinter dem Haus. Für den First Look reicht ein Weg von fünf Minuten.
Familienbild am Blumenkreis
Der Blumenkreis bleibt nach der Zeremonie stehen und wird zum Rahmen für die Familienbilder. Die Wiese darum ist eben und gibt jeder Konstellation denselben Hintergrund, ohne dass man den Ort wechselt.
Die Männer heben den Bräutigam hoch
Nach dem letzten geordneten Bild kommt meist noch eines, das besser ist.

Zur Drohne: Über dem Hotelgelände gelten die Bundesregeln — höchstens 120 Meter über Grund, kein Überflug von Menschenansammlungen, Registrierungspflicht für jede Drohne mit Kamera. In der weiteren Umgebung ist Vorsicht geboten: In eidgenössischen Jagdbanngebieten sind Drohnen verboten, und das Gebiet Hutstock liegt im Raum Melchsee-Frutt. Vor jedem Flug gilt die Drohnenkarte des BAZL.

Nachtbild unter dem Schirm
Ende Juni wird es hier erst nach neun dunkel. Ein Schirm, eine Lampe, mehr braucht es für das letzte Bild nicht.

Anreise

Über Sarnen oder Sachseln

Wo
Dossen 1, 6073 Flüeli-Ranft, politisch Gemeinde Sachseln im Kanton Obwalden. Für die Navigation die Postleitzahl 6073 mit Flüeli-Ranft verwenden, nicht mit Sachseln.
Mit dem Auto
Ab Luzern auf der A2 Richtung Gotthard, im Lopper-Tunnel rechts auf die A8 Richtung Sarnen, Ausfahrt Sarnen Süd/Sachseln, im Kreisel links Richtung Sachseln, in der Dorfmitte links nach Flüeli-Ranft. Von dort sind es sieben Minuten.
Parkieren
25 kostenlose Parkplätze auf der Talseite des Hauses, weitere auf dem Dorfplatz und beim Gasthaus Paxmontana. Vor den Haupteingang darf man zum Ausladen fahren. Bei einer grossen Gesellschaft reicht das nicht für alle — das ist ein Punkt für die Einladung, nicht für den Hochzeitsmorgen.
Mit dem Zug
Bis Luzern, dann mit der Zentralbahn Richtung Giswil und Interlaken bis Sachseln. Von dort das Postauto bis zur Endstation «Flüeli-Ranft, Dorf». Die Liniennummern haben in den letzten Jahren gewechselt — prüft den Fahrplan tagesaktuell, statt einer alten Nummer zu vertrauen.
Zugang
Ein Lift ist vorhanden, Portale weisen die Location als barrierefrei aus. Bestätigt vom Hotel haben wir das nicht. Der Weg in den Ranft ist ausdrücklich nicht barrierefrei.
Übernachten
83 Zimmer im Jugendstil-Hotel, 16 einfachere im Gasthaus Paxmontana nebenan. Ab 15 Zimmern in Verbindung mit einem Hochzeitsfest gibt das Haus Spezialpreise. Check-in ab 15.00 Uhr, Check-out bis 11.00 Uhr, beides im Jugendstil-Hotel. Wer nach Mitternacht feiern will, bucht ohnehin mindestens 20 Zimmer.

Fragen

Fragen zur Hochzeit im Paxmontana

Kann man im Paxmontana heiraten?

Feiern auf jeden Fall — das Haus führt eine eigene Hochzeitsdokumentation mit Räumen, Menüs und Geschäftsbedingungen. Eine freie Trauung im Freien ist auf der Meinradsruh-Wiese hinter dem Gasthaus möglich, das schreibt das Haus selbst. Ob das Paxmontana ein bewilligtes ziviles Trauungslokal ist, steht auch in seinen eigenen Unterlagen nicht, und die amtliche Liste des Kantons Obwalden war bei keinem Abrufversuch erreichbar. Fragt beim Zivilstandsamt Obwalden in Sarnen nach, Telefon 041 666 35 65.

Was kostet eine Hochzeit dort?

Eine Saalmiete gibt es nicht — das Haus schreibt dazu wörtlich «verrechnen wir keine…». Bezahlt wird das Essen, die Getränke und die Übernachtungen. Als Richtpreis nennt das Haus CHF 65.00 für ein Dreigangmenü und CHF 79.00 für vier Gänge, Apéro ab CHF 6.00 pro Person, alles inklusive Mehrwertsteuer. Wer das ganze Haus exklusiv will, muss einen Mindestumsatz erreichen: CHF 40'000 im Sommer, CHF 32'500 im Winter.

Wie funktioniert dieser Mindestumsatz?

Das Haus erklärt es so: «Wie dieser zu Stande kommt, können Sie selbst entscheiden. Sollte es weniger sein, werden wir Ihnen die Differenz als Saalmiete in Rechnung stellen.» Gerechnet wird über den ganzen Aufenthalt, von der Anreise um etwa 15.00 Uhr bis zur Abreise spätestens um 11.00 Uhr. Übernachtungen zählen also mit. Was «Sommer» und «Winter» dabei genau bedeuten, sagt die Dokumentation nicht — für die Zimmerpreise arbeitet sie mit Mai bis Oktober und November bis April, stellt aber keine Verbindung zum Mindestumsatz her. Fragt danach.

Wie viele Gäste haben Platz?

Der historische Speisesaal mit Veranda misst 186 m² und fasst 150 Personen am Bankett, 250 beim Apéro, 160 in Reihen bestuhlt. Das Restaurant Veranda nimmt 140 am Bankett auf, der grosse Gartensaal 75. Dazu kommen drei kleinere Gartensäle, drei Salons, der Raum der Stille, die Hotelbar mit Rosensalon, die Turmbar im vierten Stock auf Anfrage und die Laube beim Gasthaus. Die vollständige Tabelle mit Fläche und Platzzahl steht weiter oben auf dieser Seite.

Ist eine freie Trauung im Freien möglich?

Ja. Das Haus nennt dafür die Meinradsruh-Wiese hinter dem Gasthaus, mit Sicht auf den Pilatus und das Sarneraatal, direkt unterhalb der Flüeli-Kapelle. Auf unserer Reportage stand der Blumenkreis auf einer Wiese mit freiem Blick ins Tal. Was das Haus nicht publiziert: wie viele Personen dort Platz haben und was bei Regen passiert. Beides gehört in die erste Anfrage.

Bis wann darf gefeiert werden?

Ab 00.00 Uhr ist die Musik laut Haus auf Zimmerlautstärke zu reduzieren. Eine Verlängerung im Saal kostet ab 00.30 Uhr CHF 350.00 pro Stunde bis 01.30 Uhr, danach geht es kostenlos bis 03.00 Uhr an der Hotelbar weiter. Zugleich steht in derselben Dokumentation: «Aufgrund anderer Hotelgäste gilt Musik & Tanz bis allerspätestens 02.00 Uhr.» Diese beiden Angaben stehen nebeneinander, und wir lösen sie nicht auf — klärt beim Haus, was ab Mitternacht wirklich gilt. Und rechnet mit dem Mindestkontingent von 20 Zimmern, das bei einer Feier nach Mitternacht dazukommt.

Kann man in Flüeli-Ranft kirchlich heiraten?

Die Flüeli-Kapelle wurde 1618 geweiht und ist laut der Wallfahrtsorganisation «beliebt für Hochzeitsgottesdienste». Das Hotel rät, die Borromäus-Kapelle frühzeitig bei der Kaplanei Flüeli zu buchen, Telefon 041 660 14 80. Eine Sitzplatzzahl publiziert niemand. Die beiden Ranftkapellen von 1469 und 1501 stehen unter Denkmalschutz und sind sehr klein; der Weg dorthin führt steil hinunter und wieder hinauf.

Darf man im Ranft fotografieren?

Eine Regel dazu publiziert weder die Wallfahrtsorganisation noch die Pfarrei. Es gibt also weder ein auffindbares Verbot noch eine auffindbare Erlaubnis. Der Ranft wird ausdrücklich als «Ort der Stille, der Sehnsucht und des Gebets» beschrieben — wer dort ein Shooting plant, meldet sich vorher bei der Pfarrei. Praktisch dazu: Der Abstieg ist steil und für lange Kleider und ältere Gäste nichts.

Braucht es eine Freigabe, um Bilder zu veröffentlichen?

Nach den Geschäftsbedingungen des Hauses ja: «Anzeigen in Medien (wie Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet, Social Media) mit Hinweis auf die Veranstaltung im Hotel Paxmontana bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung durch das Hotel Paxmontana.» Gemeint ist die Nennung des Hauses. Wir holen diese Freigabe ein, bevor wir Bilder einer Feier mit dem Namen des Hotels zeigen, und empfehlen euch, das Thema früh anzusprechen.

Sind Drohnenaufnahmen möglich?

Über dem Hotelgelände gelten die normalen Bundesregeln: höchstens 120 Meter über Grund, kein Überflug von Menschenansammlungen, Registrierungspflicht für jede Drohne mit Kamera. Anders sieht es in der weiteren Umgebung aus: In den eidgenössischen Jagdbanngebieten sind Drohnen verboten, und das Gebiet Hutstock liegt im Raum Melchsee-Frutt. Vor jedem Flug gilt die Drohnenkarte des BAZL.

Wie kommt man hin?

Mit dem Auto ab Luzern über die A2 Richtung Gotthard, im Lopper-Tunnel rechts auf die A8 Richtung Sarnen, Ausfahrt Sarnen Süd/Sachseln, in der Dorfmitte Sachseln links nach Flüeli-Ranft — von dort sind es sieben Minuten. Mit dem öffentlichen Verkehr bis Luzern, weiter mit der Zentralbahn Richtung Giswil, aussteigen in Sachseln, dann mit dem Postauto bis zur Endstation «Flüeli-Ranft, Dorf». Am Haus stehen 25 kostenlose Parkplätze auf der Talseite, weitere auf dem Dorfplatz und beim Gasthaus.

Wie viele Zimmer hat das Haus?

83 im Jugendstilhotel, dazu 16 einfachere in der Dependance, dem Gasthaus Paxmontana. Ab 15 Zimmern in Verbindung mit einem Hochzeitsfest gibt das Haus Spezialpreise; für ein Doppelzimmer im Hotel liegen sie je nach Saison zwischen CHF 240.00 und CHF 265.00. Check-in ab 15.00 Uhr, Check-out bis 11.00 Uhr, beides im Jugendstilhotel.

Lohnt sich eine Hochzeit über mehrere Tage?

Hier eher als anderswo. Das Haus liegt allein, hat 99 eigene Zimmer, und die Gäste reisen ohnehin von weiter an. Auf unserer Reportage kamen die ersten zwei Tage vor der Trauung an. Wenn ihr nach Mitternacht feiern wollt, ist die Frage ohnehin entschieden: Dann sind 20 Zimmer Pflicht.

Ist das Haus barrierefrei?

Ein Lift ist vorhanden, und Portale weisen die Location als barrierefrei aus — bestätigt vom Hotel selbst haben wir das nicht. Klar ist dagegen der Weg in den Ranft: Der ist es ausdrücklich nicht.

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